WordPress SEO mit diesen cleveren Tipps betreiben!

WordPress wird eine starke Auslegung auf SEO nachgesagt, nicht umsonst ist es das Go-to CMS für Blogger. Während WordPress SEO im Gegensatz zu anderen CMS (Content Management Systemen) vergleichsweise leicht macht, ist allein mit der Nutzung von WordPress noch kein starkes SEO gegeben. Im Gegenteil, WordPress an sich bringt dir Garnichts für SEO. In diesem Guide zeige ich Dir 10 Tipps, die Dir in Sachen Suchmaschinenoptimierung helfen werden.

Ein Vorteil von WordPress ist aber, dass du sehr einfach – und ohne großes Vorwissen – Suchmaschinen optimierende Maßnahmen ergreifen kannst die deine Rankings innerhalb von nur wenigen Wochen verbessern.

In diesem Artikel zeige ich dir 12 Tipps, mit denen du WordPress ganz einfach und effektiv für Suchmaschinen optimierst.

#1 Yoast SEO

Yoast SEO ist meiner Meinung nach ein must-have Plugin für so ziemlich jeden WordPress Nutzer der Wert auf SEO legt. Yoast gibt dir selbst in der gratis Version fast alle nötigen Optionen und Einstellungen für erfolgreichere SEO Maßnahmen.

Dies sind die wichtigsten Funktionen von Yoast SEO:

Yoast SEO zu installieren steht also nicht um sonst an erster Stelle. Das Plugin bietet dir alle Grundlegenden SEO Einstellungen aus einer Hand und das kostenfrei.

Auch die Premium Version von Yoast SEO bietet einige Vorteile. Falls du mehr dazu wissen möchtest empfehle ich dir diesen Artikel über die Yoast Premium Funktionen.

Während es auch zu Yoast SEO Alternativen wie das All in One SEO Pack gibt, ist dieses meiner Meinung nach einiges nutzerfreundlicher und verfügt über tollen Support, sowie ein klasse Forum in dem du Antworten zu so ziemlich jeder Frage findest. In Sachen Funktionalität stehen sich die beiden jedoch in nichts nach.

#2 Optimiere deine Ladezeit

Vor allem WordPress Webseiten leiden oft an extrem langen Ladezeiten, das nervt nicht nur Besucher, sondern schadet auch deinen Google Rankings. Für starkes SEO sollte deine Webseite in unter 2 Sekunden laden. Seit einiger Zeit nutzt zumindest Google, Ladezeit als maßgeblichen Rankings Faktor, vor allem auf mobilen Geräten.

Um herauszufinden wie lange deine Seite lädt, kannst du diese auf Google PageSpeed oder Pingdom testen. Das Google Pagespeed Tool ist sehr hilfreich für Anregungen zur Ladezeitoptimierung, zeigt diese jedoch nicht akkurat an. Für eine akkurate Messung solltest du Pingdom nutzten. In einem anderen Artikel werde ich ausführlich erklären, wie Du Pingdom oder Google PageSpeed nutzen kannst.

Es gibt hunderte Probleme die zu langen Ladezeiten führen könne, häufige Ursachen sind:

Dies sind meiner Meinung nach die häufigsten Ursachen. Wie du diese jeweils löst würde den Rahmen dieses Artikels jedoch sprengen. Hier kann ich dir diesen Guide um WordPress schneller zu machen empfehlen. Dort wird so ziemlich alles abgedeckt, vom Hoster, Theme bis hin zu den WordPress Plugins.

Wichtig ist, dass du dir der Wichtigkeit von Ladezeit bewusst bist und deine Seite optimierst, auch in Zukunft, wird dieses Theme einen immer größeren Stellenwert in Sachen Suchmaschinenoptimierung bekommen.

#3 Bilder effektiv nutzen

Es ist längst kein Geheimnis mehr, gutes SEO lebt unter anderem von Backlinks. Das bedeutet Verlinkungen von anderen Webseiten. Backlinks durch Artikel und Blogeinträge aufzubauen ist ein altbekanntes Thema. Fall du jedoch dazu mehr Informationen suchst, gibt es hier einen Guide um mehr Backlinks aufzubauen.

 

Heute geht es jedoch um WordPress SEO durch Bilder. Das Wichtigste vorweg, Bilder sollten richtig dimensioniert und optimiert sein. Zu große Bilder mag keiner. Hier macht es dir WordPress sehr einfach, nutze einfach ein Plugin wie Short Pixel, damit werden Bilder schnell um 90% verkleinert mit wenig bis keinem Qualitätsverlust.

Außerdem solltest du deine Bilder sinnvoll benennen und die „alt-text“ Funktion nutzen. Der Alt Text ist hauptsächlich für sehgeschwächte Menschen gedacht, welche deine Bilder nicht erkennen können, jedoch durch den alt Text deren Sinn verstehen.

Falls du einen Guide suchst der jeden Aspekt der SEO Optimierung von Bildern bespricht bist du hier genau richtig.

#4 Nutze Google Search Console

Die Google Search Console ist ein kostenfreier Service von Google, der es dir ermöglicht deine Suchmaschinen Rankings genau zu verfolgen und mögliche Fehler zu erkennen bzw. Optimierungsmaßnahmen zu treffen.

Die Search Console zeigt dir zum Beispiel: wenn du Duplicate Content besitzt, bestimmte Seiten nicht indexiert werden können und sonstige Probleme im Bezug auf SEO auftreten.

Glücklicherweise ist das Setup der Search Console mit WordPress sehr einfach. Seit neustem bietet Google ein eigenes WordPress Plugin, mit dem du ganz einfach alle Google Services mit deiner Webseite verknüpfen kannst, das gilt auch für die Search Console.

Lade dir auf der offiziellen Google Site Kit Webseite das kostenlose Plugin herunter. Dann musst du dieses nur noch mit deinem Search Console Account verbinden und fertig.

#5 Nutze eine effektive Permalink-Struktur

Eine effektive Permalink Struktur ist nicht nur für SEO wichtig, sondern auch für eine gute Nutzererfahrung. Die Permalink Struktur legt fest, wie deine Seiten und Beiträge in der Adressenleiste des Browsers dargestellt werden. Das sollte logischerweise so klar und eindeutig wie möglich sein.

WordPress bietet in der Voreinstellung folgende Schreibweise:

  1. https://Beispielseite.com/?p=123

Ziemlich nichtssagend, oder?

Gleichzeitig auch nicht wirklich ideal für Google und Suchmaschinenoptimierung generell.

Du solltest diese daher umstellen und dir Gedanken machen welche Struktur wirklich Sinn macht. Die URL sollte einerseits die wichtigsten Keywords der Seite enthalten und gleichzeitig dem Nutzer zeigen worum es geht.

Oftmals ist die Permalink Struktur „Post Name“ die Beste. Hier wird Dir nämlich der Titel des Beitrages angezeigt. Je nach Bedarf sind der Struktur jedoch keine Grenzen gesetzt.

Mit Yoast SEO kannst du jetzt auf der jeweiligen Seite die genaue URL spezifizieren und sicherstellen das nur relevante Wörter enthalten sind. Generell gilt: „so kurz wie möglich und so lang wie nötig“.

#6 Wechsele endlich zu SSL

Ein SSL Zertifikat sorgt dafür, dass deine Seite als sicher angezeigt wird. Natürlcih dient die Verschlüsselung auch der Sicherung Deiner persönlichen Daten.

Eine funktionierende SSL Verschlüsselung erkennst du an dem Schloss Symbol in der Browser Leiste. Hast du jedoch kein SSL Zertifikat, wird deine Seite als unsicher angezeigt.

Google gibt selbst an, dass es ein SSL Zertifikat empfiehlt, daher ist es nicht abwegig, dass Seiten, die auf HTTPS laden, in der Suchmaschinenbewertung bevorzugt werden.

Gleichzeitigt zeigt ein SSL Zertifikat Seriosität, dies ist insbesondere wichtig, wenn Besucher auf deiner Webseite einkaufen sollen.

Während SSL Zertifikate früher mindestens 20€ kosteten, gibt es diese dank dem Projekt Let’s Encrypt mittlerweile kostenlos. Ob du Let’s Encrypt nutzen kannst ist jedoch von deinem Hosting Unternehmen abhängig. Falls du jedoch noch kein SSL nutzt, solltest du dich informieren und wenn möglich per Let’s Encrypt auf HTTPS wechseln. Auch ohne Let’s Encrypt ist SSL sicherlich 20€ Wert.

Die Umstellung auf HTTPS in WordPress ist super leicht. Zuerst musst du in den WordPress Einstellungen deine Domain von HTTP auf HTTPS umstellen. Damit zusätzlich alle Bilder, Unterseiten etc. über SSL laufen, empfehle ich dir ein Plugin wie  Really Simple SSL. Dieses ist kostenlos und sorgt mit nur wenigen Klicks dafür, dass deine gesamte Webseite und alle dazugehörigen Assets über SSL laden.

#7 Nutze Rich Snippets

Rich Snippets sind eine klasse Möglichkeit deine Sicherbarkeit auf Google und Co. zu erhöhen, auch ohne auf Platz 1 zu ranken. Zusätzlich machen sie dies jedoch einiges leichter. Deine Seiten werden auffälliger in den Suchergebnissen gelistet und damit erhöht sich deine Klickrate enorm.

Rich Snippets „reichern“ deine Daten an und du kannst damit Zusatzinformationen in den Suchergebnissen von Google hinterlegen, unabhängig von der Meta Beschreibung und dem Seitentitel. Ein Beispiel dafür ist ein zusätzliches Bild in den Suchergebnissen für ein Rezept, oder die Anzeige einer Sternebewertung für ein Produkt.

Das sind einige Vorteile von Rich Snippets:

  • Höhere Klickrate
  • Bessere Positionierung
  • Mehr Relevanz

Je nach Nische sind Rich Snippets mehr oder weniger relevant. Da bestimmte WordPress Plugin die Implementation jedoch sehr einfach machen, solltest du es definitiv in Betracht ziehen.

Das wohl beste Rich Snippets Plugin für WordPress ist WP Schema von Team Astra. Bereits in der kostenlosen Version verfügt dieses über genügend Optionen, jedoch ist auch die Premium Version bereits für 79€ im Jahr für unlimitierte Webseiten zu haben.

Ob du Rich Snippets korrekt implementiert hast, kannst du mit diesem Tool von Google testen. Damit bist du auf der sicheren Seite.

#8 Finde und beseitige 404 Fehlermeldungen

WordPress Fehler 404 Seiten erkennen und vermeiden

404s bringen dir und deiner Webseite mehrere Nachteile. Erstens schaden sie der Nutzererfahrung auf deiner Webseite, denn niemand endet gerne auf einer Fehlerseite.

Zweitens haben diese einen negativen Einfluss auf deine Suchmaschinenpositionierung und drittens haben diese Seiten oft Link Authority, die durch einen 404 verschenkt würde.

Um diesen drei Problemen vorzubeugen, musst du erstmal herausfinden ob du 404 Fehlerseiten hast. Dafür kannst du die Search Console nach Crawl Errors absuchen oder auch ein Plugin wie WordPress Redirection nutzt. Damit kannst Du Dir Fehlerseiten anzeigen lassen und diese bei Bedarf auch gleich weiterleiten.

Da 404s früher existierende Seiten waren, haben sie oft Backlinks von anderen Seiten und damit Link Authority die du an relevante Seiten weitergeben solltest.

#9 Nutze ein Caching Plugin

WordPress macht es dir so einfach wie fast kein zweites Content Management System, eine Caching Funktion zu aktivieren.

Beim Caching werden Seiteninhalte beim Laden gespeichert, sodass sie bei erneutem Laden direkt angezeigt werden können und nicht erst erzeugt werden müssen, um sie dann erst anzeigen zu können. Das kann die Ladezeit deiner Webseite enorm erhöhen.

Ein stark verbreitetes Caching Plugin ist WP Fastest Cache. Dieses ist kostenlos und mit nur wenigen Klicks konfiguriert. Auch Google mag Caching, daher wird es deine Suchmaschinen Rankings definitiv guttun.

Da Caching meiner Meinung nach sehr wichtig ist, lohnt es sich hier sogar auf ein Premium Plugin zurückzugreifen. Ich empfehle dir das Plugin WP Rocket. Für 49€ pro Jahr, pro Webseite, ist es zwar nicht sehr günstig, bringt jedoch neben Caching so ziemlich alle Optimierungsmaßnahmen mit die du für deine Webseite brauchst. Falls du in Premium Plugins investierst, ist WP Rocket eine definitive Empfehlung.

#10 Lösche unnötige Plugins

Viele Webseiten haben ein Problem: viel zu viele Plugins. Versteh mich nicht falsch, Plugins sind an sich nichts Schlechtes. Hast du jedoch zu viele Plugins, kommt es oft dazu, dass deine Seite langsamer und langsamer wird.

Das liegt daran das manche Plugins immer im Hintergrund geladen werden, ob sie gebraucht werden oder nicht. Das kann sich auch negativ auf dein SEO auswirken, da viel Unnötiges geladen werden muss.

Ein typisches Beispiel dafür ist das Contact Form 7. Es zählt mit mehreren Millionen Installationen zu einem der beliebtesten Plugins überhaupt. Leider lädt es nicht nur auf der Kontaktseite, sondern auf überall und macht so alle Seiten ein kleines bisschen langsamer. Hast du viele solcher Plugins kann deine Seite ganzschön träge werden.

Um dieses Problem zu beheben gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder du machst dir ernsthafte Gedanken darüber welche Plugins du brauchst und welches nicht. Viele Plugins können durch ein anderes zusammengefasst werden oder sind an für sich nicht wichtig für deine Seite.

Oder, du nutzt ein Plugin wie den Plugin Organizer. Dieses ermöglicht es dir Plugins auf bestimmten Seiten zu deaktivieren. Hier musst du jedoch darauf achten die richtigen Plugins zu deaktivieren, sonst geht schnell dein Frontend kaputt.

Hier heißt es vorsichtig sein und testen. Hast du jedoch zu viele Plugins und kommst wirklich nicht drum rum einige zu deinstallieren, solltest du den Plugin Organizer nutzten.

Blogger-Base

Mein Name ist David und ich bin Gründer dieses Blogs. Ich versuche Dir & mir WordPress in Form von interessanten & ausführlichen Anleitungen näher zu bringen.

Wenn Du Fragen zu meinen Beiträgen oder generell zu WordPress hast, kannst Du Dich gerne bei mir melden. 👍

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Blogger-Base
2 Kommentare
  1. Bernd
    Bernd sagte:

    Hallo David!
    Danke für die Tips! Manches davon mache ich ja schon länger (wie https-Seiten,Yoast oder sprechende Links) aber es ist immer wieder was neues dabei – gut zu wissen! Mit dem Caching- Plugin werde ich mich mal beschäftigen
    Grüße! Bernd

    Antworten

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