WordPress Internetseite richtig umziehen – Anleitung

WordPress Weiterleitung einrichten mit Redirection Plugin

Das schöne an Hosting Angeboten ist, dass sie sich ständig verbessern und der Kampf um die Gunst der Kunden scheinbar kein Ende findet. Besonders spürbar ist das beim Preiskampf und der aggressiven Werbung, die man an jeder Ecke zu sehen bekommt. Sollte man also mal nicht mit den Leistungen des eigenen Webspace Anbieters zufrieden sein, kann man sich sicher sein, dass ein besserer Anbieter bereits darauf wartet, das eigene WordPress Projekt zu hosten. Und genau darum geht es in diesem Artikel. Wir werden hier erklären, wie man die eigene WordPress Internetseite zu einem neuen Hosting Partner ohne Ausfallzeit umzieht und sicherstellt, dass man das Wesentliche bei der Wahl des Webspace Paketes beachtet.

WordPress Internetseite umziehen

WordPress Serverumzug

Das Problem bei einem Umzug der eigenen Internetseite ist, dass es schnell zu Ausfällen kommen kann und der Besucher vor (bildlich gesprochen) verschlossener Türe steht und ggf. eine Fehlermeldung erhält, die darauf hinweist, dass die Internetseite momentan nicht erreichbar ist. Er wird sich also schnell nach einer funktionierenden Alternative umsehen und die gerade besuchte Seite schnell aus seinem Gedächtnis verbannen. In dieser Anleitung werden wir daher erklären, wie man WordPress so umzieht, dass genau diese Art von Ausfällen nicht passieren und der Besucher nichts vom Serverumzug bemerkt. Doch ein paar Dinge vorab.

Woran erkenne ich, welcher Hosting Partner für mich der Richtige ist?

Generell bleibt zu sagen, dass es eine Vielzahl von Anbietern in dieser Branche gibt, die sich mit Preisen und Sonderaktionen bekämpfen, und dabei um die Gunst des potentiellen Kunden buhlen. Meiner Meinung nach sollte man jedoch nicht nur auf die eigene Brieftasche achten, wenn es darum geht, den geeigneten Webspace-Anbieter zu finden.

Wir vertrauen hier beispielsweise seit Jahren auf den Hoster All-Inkl.com*, der uns seit Jahren in Sachen: „Service & Leistung“ überzeugt. Natürlich gibt es noch weitaus mehr Anbieter, die es auszuprobieren gilt.  Wer unserer Empfehlung nicht blind vertrauen möchte, kann sich natürlich auch auf den folgenden Seiten umschauen. Hier gibt es eine gute Übersicht, sowie Erfahrungs- und Testberichte zu den verschiedenen Anbietern in dieser Branche.

Was sollte man bei der Auswahl des Hosters beachten?

In erster Linie sollte man bei der Wahl des Webspace Anbieters darauf achten, für welchen Einsatzzweck man ihn benötigt. Da wir in unserer Anleitung auf den Umzug von WordPress, zu einem neuen Hoster eingehen werden, möchten wir alle Voraussetzungen auflisten, die für einen reibungslosen Betrieb unserer WordPress Seiten, erfüllt werden müssen.

Da WordPress in der Programmiersprache PHP geschrieben ist, muss der Hosting Partner unserer zukünftigen Internetseite, dieses Protokoll unterstützen. Zusätzlich benötigen wir mindestens eine MySQL-Datenbank.  Zur Zeit benötigt Worpdress für seinen Betrieb folgende Systemvoraussetzungen:

  • PHP Version 5.2.4 oder höher
  • MySQL Version 5.0 or höher

Wer eine ältere Version als WordPress 3.2 nutzt, sollte sich in erster Linie Gedanken, ein Upgrade der Blog-Software machen, da es bei älteren Versionen durchaus zu Sicherheitsproblemen kommen könnte. Dieser und andere Punkte sind beispielsweise Thema in unserem Artikel, in dem es darum geht, WordPress entsprechend vor Manipulationen zu sichern. Wer dennoch nicht auf eine neue Version von WordPress umsteigen möchte, sollte darauf achten, dass der Provider folgende Versionen von PHP und MySQL unterstützt:

  • PHP 4.3
  • MySQL 4.1.2

Zusätzlich sollte man darauf achten, dass man genügend Speicherplatz auf dem Webserver zur Verfügung stehen hat. Bei der Größe des Speicherplatzes sollte man vorausschauend planen, da der vom Hoster zur Verfügung gestellte Webspace, in der Regel den Speicherplatz der Internetseite, die ein- und ausgehenden E-Mails (inklusive Anhänge), die Größe der SQL Datenbank, sowie die WordPress Dateien (inklusive Bilder, PHP Dateien, Scripte, etc.), beinhaltet.

Man sollte ebenfalls bedenken, dass der genutzte Speicherplatz im Laufe der Zeit stetig wachsen wird, da die eigene Internetseite in der Regel ständig gepflegt wird und weitere Inhalte (Grafiken, Texte, Scripte, etc.) hinzugefügt werden.

So kann es beispielsweise passieren, dass man im Falle von regelmäßigen Backups der eigenen Internetseite, schnell die doppelte Menge des Speicherplatzes verbraucht. Möchte man weitere Internetseiten im gleichen Webspace Paket betreiben, kann der Webspace ebenfalls schnell zu knapp werden. Diese Faktoren hängen natürlich in erster Linie davon ab, in welchem Umfang man die eigene Internetseite betreibt.

Wer sich bei der Wahl des richtigen Hosting Paketes nicht sicher ist, kann in der Regel erst einmal klein anfangen und bei Bedarf zu einem größeren Paket wechseln. Ob eine Upgrade-Funktion vom Hoster angeboten wird, sollte man im Voraus mit dem entsprechenden Anbieter abklären. So erspart man sich im Nachhinein unnötige Schwierigkeiten bzw. Mehrarbeit.

Was kann ich von einem guten Webspace Anbieter erwarten?

Unserer Meinung nach ist neben dem Preis- Leistungsverhältnis, die Erreichbarkeit des Supports immens wichtig. Wie bereits oben erwähnt, spielt nicht nur das Geld bei der Wahl des Hosters eine Rolle, sondern auch die Leistung, die damit verbunden ist. Daher sollte man immer berücksichtigen, dass im Falle eines größeren Problems mit der verwendeten Software oder ggf. auch mit der Hardware des Servers, jemand ein offenes Ohr hat und zielführend arbeitet.

Viele Hoster bieten beispielsweise die Unterstützung per E-Mail, per Telefon, per Forum, oder über entsprechende Anleitungen an, die häufig wiederkehrende Probleme in dieser Form lösen können.

In unseren Augen ist man nur dann ein guter Anbieter, wenn man sich als guter Anbieter verhält. Denn wir sind der Meinung und haben auch schon öfters die Erfahrung gemacht, dass man für telefonischen Support zahlen muss (Stichwort: kostenpflichtige Telefonnummer), obwohl man ja bereits für ein Produkt, die entsprechende Miete zahlt und somit auch das Recht auf Unterstützung hat. Auch hier sollte man vorher also abklären, in welcher Form die erforderliche Unterstützung bei Problemen geleistet wird.

Welche Dienstleistungen kann man von einem guten Webspace Anbieter erwarten?

  • Regelmäßige Backups sollten bei jedem Anbieter Pflicht sein. Daher kann man erwarten, dass seitens des Anbieters, regelmäßig von Haus aus, Backups der Kundenprojekte erstellt werden. Wer darüber hinaus noch noch eigene Backups seiner Projekte  erstellen möchte, sollte dies natürlich ebenfalls in regelmäßigen Zeitabständen erledigen. In diesem Artikel haben wir das WordPress Plugin InfiniteWP vorgestellt, mit dem sich über Cronjobs, ebenfalls automatische Sicherungen der eigenen Internetseite erstellen lassen.
  • Zeitgesteuerte Cronjobs sollte man bequem über ein Adminstrationszentrum steuern, einrichten und verwalten können. Diese Cronjobs kann man dann beispielsweise dafür nutzen, um das automatische Erstellen von Backups einzurichten.
  • Unterschiedliche FTP-Konten sind dann praktisch, wenn es darum geht, mehreren Benutzern den Zugriff auf den Webspace zu gewähren. Idealerweise sollte man dann die verschiedenen FTP-Zugänge mit unterschiedlichen Zugriffsrechten versehen können. Diese kann man bei vielen Anbietern über eine Weboberfläche verwalten.
  • Es sollte auch die Möglichkeit geboten werden, unterschiedliche E-Mail Konten und Weiterleitungen einrichten zu können. Hierbei sollte der Provider natürlich sicherstellen, dass entsprechende Viren- und Spam Filter genutzt werden können.
  • Log-Dateien sind praktisch, wenn es darum geht, Fehler ausfindig zu machen. In der Regel bietet jeder Anbieter Zugriff auf diese Logfiles. Sollte es einmal anders sein, muss man sich im Klaren darüber sein, ob man Zugriff auf diese Dateien haben muss oder man auch drauf verzichten kann.

Es gibt also einige Dinge, die man bei der Wahl des richtigen Providers beachten sollte, damit man später keine bösen Überraschungen erlebt. Die eigene Internetseite in 5 Minuten –  wird zwar gerne im Fernsehen und im Internet von den großen Anbietern angepriesen, ist aber nicht mehr als reine Augenwischerei unserer Meinung nach. Denn  man wissen, was man tut und nicht auf irgendwelche Angebote vertrauen, die einen zwar Anfangs Zeit einsparen können, aber einem bei der täglichen Arbeit, auf Grund von Paketstandards bei der Arbeit einschränken.

Wer sich nicht sicher ist, ob das gesehene Hosting Paket geeignet ist, kann sich in den einschlägigen Foren und Blogs umschauen und nach Erfahrungswerten fragen und nicht nach super günstige Sonderaktionen suchen. In der Regel zählt nämlich auch hier: „Qualität statt Quantität“. Im oberen Teil dieser Anleitung haben wir ja bereits die Vergleichsportale angesprochen.

Wie ziehe ich meine WordPress Seite richtig um?

Nachdem wir nun etwas vom eigentlichen Thema abgewichen sind, möchten wir doch wieder auf das Wesentliche zurückkommen. Wie bereits am Anfang dieser Anleitung erwähnt, wollen wir WordPress von einem Hoster zu einem anderen Hoster umziehen, ohne dass ein Besucher davon etwas mitbekommt. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, dies zu bewerkstelligen. Wir gehen in dieser Anleitung auf folgende Variante ein.

Um unseren Umzug vorzubereiten, sollten wir einige Programme besorgen. Als erstes hätten wir das Programm: „MySQLDumper„, das dafür programmiert wurde, um mit großen SQL-Datenbanken umzugehen. Denn in der Regel sind Webserver so eingestellt, dass laufende PHP Skripte nach 30 Sekunden unterbrochen werden und entsprechend große SQL-Datenbanken nicht ohne Weiteres gesichert werden können.

Hinweis

MySQLDumper funktioniert aktuell leider nicht mit PHP Version 7. Ob dies in naher Zukunft jedoch der Fall sein wird, ist fraglich.

Ebenso müssen wir mit einem FTP Programm wie beispielsweise dem kostenlosen FileZilla arbeiten. Mit diesem Programm werden  dann die PHP-Dateien, Bild-Daten, Videos und was sich sonst noch so im Laufe der Zeit angesammelt hat, von unserem Webespace auf unserem Computer herunterladen. Diese Dateien können dann – insofern der neue Webspace eingerichtet ist – mittels FTP Programm auf den neuen Webserver hochgeladen werden.

Kurz zusammengefasst bedeutet das, dass wir folgendes benötigen:

  • FTP Zugänge beider Web Server
  • SQL Benutzernamen, Datenbanknamen und Passwörter der alten und neuen Datenbank
  • Installierte MySQLDumper auf beiden Web Servern

Nachdem nun alle notwendigen Programme heruntergeladen sind; alle relevanten Daten vorhanden sind und der Quell- sowie Ziel-Webspace entsprechend vorbereitet wurde, können wir mit der Installation von MySQLDumper beginnen. Daniel Schlichtholz hat dazu ein recht gut erklärendes Video bereitgestellt:

Man darf hier natürlich nicht vergessen, dass MYSQL-Dumper auf beiden Servern installiert werden muss. Schließlich wird von der einen SQL-Datenbank ein Backup erstellt, um es dann in der neuen SQL-Datenbank wiederherzustellen.

Um mit MySQLDumper die Datenbank unsere Webseite zu sichern, bietet MySQLDumper eine Backup-Funktion, die über den Menüpunkt: „Backup“ zu erreichen ist. Hier müssen wir nun auf: „Neues Backup starten“ klicken, um die Sicherung der SQL-Datenbank zu starten. Je nach Größe der SQL-Datenbank, kann der Sicherungsprozess einen Augenblick dauern. Ist der Prozess abgeschlossen, müssen wir die SQL-Datenbank auf unserem Desktop speichern.

Verbinden wir uns nun mit der zweiten Installationvon MySQLDumper (sollte sich auf dem neuen Webserver befinden) und navigieren zu dem Menüpunkt: „Verwaltung“. Hier können wir nun die SQL-Sicherung hochladen und wiederherstellen. Sollte die Datei größer als 200 Megabyte sein, empfiehlt es sich, die Backup-Datei per FTP Programm in das Verzeichnis: „./work/backup“ zu laden und von dort aus zu importieren. Dieser Prozess wird nun ebenfalls etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Im nächsten Schritt werden wir nun mit dem FTP Programm, die Dateien unserer WordPress Seite herunterladen, um sie dann per FTP Programm in das Zielverzeichnis unseres neuen Webservers zu laden. Je nach Größe der Internetseite, wird dieser Umzug ebenfalls einen Augenblick dauern. Nachdem nun die SQL-Datenbank, sowie die Dateien vom alten zum neuen Webspace umgezogen sind, können wir mit dem nächsten Schritt fortfahren.

Es kann sein, dass sich einige Daten (wie zum Beispiel: Name der Datenbank, SQL Passwort, etc.) geändert haben. Diese und andere Daten müssen nun in der Datei: „wp-config.php“ angepasst bzw. ergänzt werden. Sollte sich die Domain nach einem Serverumzug geändert haben, muss in der SQL-Datenbank auch noch die Tabelle:  „wp_options“ angepasst werden. In dieser Tabelle muss der Wert bei „siteurl“ geändert werden. Tauschen wir hier also die alte Internetadresse durch die neue Adresse aus.

Als letzten Schritt des Umzugs sollte man sich nun mit dem Dashboard seiner WordPress Seite verbinden und prüfen, ob alles einwandfrei läuft. Falls alles einwandfrei läut, hat man den Umzug erfolgreich abgeschlossen & der Besucher hat nichts vom Umzug mitbekommen.

Blogger-Base

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Mein Name ist David und ich bin Gründer dieses Blogs. Ich versuche Dir & mir WordPress in Form von interessanten & ausführlichen Anleitungen näher zu bringen.

Wenn Du Fragen zu meinen Beiträgen oder generell zu WordPress hast, kannst Du Dich gerne bei mir melden. 👍
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